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Liebe
Eltern! |
Durch
die logopädische Behandlung werden nicht "nur"die Sprach- und
Sprechstörungen der Kinder behoben; die Kinder werden auch in ihrer gesamten
Entwicklung gefördert.
Durch gezielte therapiebegleitende Übungen wird u.a. spielerisch die
Merk- und Konzentrationsfähigkeit gefördert, der Wortschatz wird
erweitert, ausserdem werden Kinder durch z.B. Mal- und Zeichenübungen
sowie Übungen zur Verbesserung der Auge - Hand- Koordination auf den
Schulbeginn vorbereitet. Kindgerechte, von Fachleuten entwickelte Computerübungen
unterstützen die Therapie.
Bei Schulkindern werden therapiebegleitend intensive Lese- und Schreibübungen
durchgeführt - denn wer nicht rechtzeitig die logopädische Behandlung
erhalten hat, hat meistens Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (man schreibt
und liest, so wie man spricht). Es müssen nicht nur die Symptome, sondern
auch die Ursachen behandelt werden.
Dank der intensiven Einzelbehandlung kann gezielt auf das Kind und seine
Defizite eingegangen werden, also ganz anders als bei der Gruppen - Sprachtherapie,
die manchmal im Kindergarten von Therapeuten angeboten wird. Für sehr
viele Kinder ist diese Therapieform nicht ausreichend.
Am wichtigsten ist, daß ein Kind rechtzeitig - also durchaus im Alter
ab 3 Jahren - bei Bedarf die Therapie von einem qualifizierten
Logopäden erhält, damit es seine Flügel entfalten
kann.
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Viele
Eltern wissen nicht, dass es die logopädische Therapie gibt. Wenn sie
merken, dass ihr Kind nicht richtig spricht, wird ihnen oft
gesagt, „das kommt noch, das wächst sich aus“ oder „er /
sie ist ein Spätentwickler“. Solche Aussagen sind oft verhängnisvoll,
denn wer zu spät sprechen lernt, muss sich viel mehr anstrengen und
braucht oft lange Zeit Hilfe durch logopädische Therapie. Sprechen
lernen ist nur zwischen 1 und 4 Jahren leicht! |
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Die
Eltern sollten sich rechtzeitig, d.h. wenn das Kind noch im
Kindergartenalter ist, an den Kinderarzt, bzw. den behandelnden Arzt
wenden, sich von ihm beraten lassen und um eine Verordnung für
logopädische Therapie bitten. |
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Alter (ungefähr |
So spricht Ihr Kind | So verändert sich die Sprache Ihres Kindes | So fördern Sie seine Sprachentwicklung |
| vor 1 Jahr |
bä
lä lä de de ane pa me me wä de ne da rrr Mama |
Es
lallt, plappert aus Spaß. Es wiederholt Laute, auf die jemand reagiert hat |
Sprechen
Sie
mit dem Baby! Singen Sie ihm vor, reagieren Sie auf sein Erzählen und antworten Sie ihm |
| 1 bis 1½ Jahre |
Mama Papa Oma aua haben wan wan Arm Ball |
Es
sagt in einem Wort das, was wir in Sätzen sagen. Es betont die Worte unterschiedlich, je nach der Bedeutung seines Satzes. |
Spielen
und sprechen Sie mit Ihrem Kind. Antworten Sie Ihrem Kind langsam, deutlich, in ganzen Sätzen - es wird Ihre Sprechweise nachmachen! |
| 1½ bis 2½ Jahre |
Is
das ? Mama Auto fahr´n Papa tomt Hose an, selbst! Da, eine Blume! |
Es
lernt, dass alle Dinge Namen haben und merkt sich viele neue Wörter. Es fragt, spricht alles nach und versucht, Wörter zu Sätzen zu verbinden. |
Begleiten Sie Ihr eigenes Handeln durch Sprechen, zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Wiederholen, sondern wiederholen Sie selbst richtig, was es gesagt hat. |
| 2½ bis 3 Jahre |
Mama,
ich will was trinken! Da fährt ein Auto! Das ist mein Ball! Darf ich mit Thomas spielen? |
Es bildet Sätze aus mehreren Wörtern. Es verändert Wörter im Satz. (Ich fahre, er fährt; schön, schöner). Es lernt die grammatisch richtigen Satzstellungen. Es macht dabei aber noch Fehler und spricht nicht alle Laute richtig. |
Lassen
Sie Ihr Kind zu Wort kommen, lassen Sie es selbst erklären, erzählen
(zu Bilderbüchern). Sprechen Sie selbst in einfachen Sätzen, wiederholen Sie deutlich und richtig, was Ihr Kind sagen wollte. Kind: “mein Reiferluß is taput!“ Mutter: “Dein Reißverschluss ist kaputt? Zeig ihn mir mal!“ |
| 3 bis 4 Jahre | Ihr Kind spricht so deutlich, dass Fremde es verstehen. Es hat Freude an Liedern, Reimen, Quatsch mit Wörtern (“Kartoffel - Papoppel”) etc. |
Es
bildet längere Sätze. Es wendet die Vergangenheitsformen an
(nicht immer richtig). Es lernt auf, unter, neben... Es antwortet auf “warum- Fragen“ mit “weil“. |
Wenn
es die falsche Satzstellung benutzt |