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Unter Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche/Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit) versteht man eine massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache. Die betroffenen Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben häufig Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt. Als Ursache werden Probleme der auditiven und visuellen Wahrnehmungsverarbeitung, der Verarbeitung der Sprache und vor allem der Phonetik angenommen. |
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Zu Beginn des Schriftspracherwerbs können Probleme beim Aufsagen des Alphabets, der Benennung von Buchstaben oder dem Bilden von Reimen auftreten. Später zeigen sich Leseprobleme, die folgende Formen annehmen können:
· Auslassen, Verdrehen oder Hinzufügen von Wörtern oder Wortteilen
· niedrige Lesegeschwindigkeit
· Ersetzen von Buchstaben, Silben und Wörtern
· Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern oder Verlieren der Zeile im Text
· Vertauschen von Wörtern im Satz oder von Buchstaben in den Wörtern
Ebenso können Probleme im Leseverständnis auftreten, die sich z.B. folgendermaßen äußern:
· Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schlüsse zu ziehen oder Zusammenhänge zu sehen
· Gebrauch allgemeinen Wissens anstelle der Textinformationen beim Beantworten von Fragen
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Diese Lese- und Rechtschreibfehler sind nicht typisch für Kinder mit Legasthenie, sondern alle Kinder, die das Lesen und Schreiben erlernen, machen anfänglich die gleichen Fehler in verschieden starkem Ausmaß. Bei den meisten Kindern nehmen die Probleme jedoch sehr rasch ab und verschwinden schließlich weitgehend. Kinder mit Legasthenie machen die Fehler wesentlich häufiger und die Probleme bleiben über lange Zeit stabil. |
Mögliche Ursachen
1. Genetik
2. Neurologie
3. Risikofaktor Sprachentwicklungsverzögerung: Kinder durchschreiten mit ca. 18 Monaten die 50-Wort-Grenze und beginnen, Zwei-Wortsätze zu verwenden. 13 bis 20 % der Kinder verfügen jedoch auch im Alter von 24 Monaten noch nicht über 50 Wörter. Etwa die Hälfte dieser Kinder holt den Entwicklungsrückstand bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren wieder auf, bei der anderen Hälfte manifestiert sich eine Sprachentwicklungsstörung. Bei etwa 50 % der Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung tritt wiederum in der Folge eine Legasthenie auf.. Man kann also sagen, dass ca. 1/4 der Kinder, die im Alter von 24 Monaten noch keine 50 Wörter verwenden können und noch nicht in Zweiwortsätzen sprechen, später eine Legasthenie entwickeln.
4. Phonologische Informationsverarbeitung: Etwa zwei Drittel der Kinder, die später eine Lese-Rechtschreibstörung entwickeln, können bereits im Vorschulalter oder zum Zeitpunkt der Einschulung anhand von Schwächen der phonologischen Bewusstheit erkannt werden.
Als qualifizierte Logopädin und Diplom Pädagogin bin ich in der Lage, eine vorhandene Sprachentwicklungsstörung oder Störung der phonologischen Informationsverarbeitung „an ihren Wurzeln zu packen“. Nicht nur die Legasthenie selbst, sondern deren mögliche Ursachen werden behandelt.
Rechtzeitige Erkennung und Behandlung einer Sprachentwicklungsverzögerung und / oder Störung der phonologischen Informationsverarbeitung kann helfen, Legasthenie zu vermeiden. Auch bereits bestehende Legasthenie – bei Personen aller Altersgruppen - kann durch logopädische Therapie sehr gut behandelt werden. Durch individuelle Behandlung und auf die Einzelperson zugeschnittene Behandlung können große Fortschritte erreicht werden.
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Bei Schulkindern werden in meiner Praxis therapiebegleitend Lese- und Schreibübungen durchgeführt - denn wer nicht rechtzeitig die logopädische Behandlung erhalten hat, hat meistens Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (man schreibt und liest, so wie man spricht). Es müssen nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen behandelt werden. Die Kosten für die „reine“ Legasthenietherapie werden nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern sie müssen vom Patienten bzw. seinen Eltern privat bezahlt werden. Um weitere Informationen zu erhalten, bitte ich Sie, mich telefonisch zu kontaktieren. |
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